Figuren entwickeln zuweilen ein Eigenleben. Doch was einem amerikanischen Theaterautor (mit Germanistikstudium) da beim Schreiben passiert, das hat es vorher noch nicht gegeben: Der 50-Jährige will die Kleinfamilie eines deutschen Maurerpoliers auf die Bühne bringen. Doch die Figuren rebellieren gegen das Stück: Denn erstens hat der Autor gerade eine Schreibkrise - und darum ziemlich schräge Einfälle - und zweitens vom Bau überhaupt keine Ahnung! Selbstredend, dass jede anständige Figur, die ihre Aufgabe ernst nimmt, gegen solche Stümperei protestieren muss . . . So scheitert der Autor bereits an der Frühstücksszene, denn die Figuren fallen buchstäblich aus ihren Rollen. Um das Stück doch noch zu retten, wird gemeinsam an einer Neufassung gefeilt. Bis, ja, bis zum bitteren Ende . . .
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